Filmarchiv

Hier finden Sie alle Filme die bisher im italienischen Filmclub gezeigt wurden:

S = deutsch synchronisierte Fassung
OF = italienische Originalfassung
OmU = italienische Originalsprache mit deutschen Untertiteln
OmitU = italienische Originalsprache mit italienischen Untertiteln
OmenU = italienische Originalsprache mit englischen Untertiteln

marrakech-express
07.10.2009, 20:00
MARRAKECH EXPRESS (MARRAKECH EXPRESS)
Italien
1989
110 min
Gabriele Salvatores
OmitU

Werkschau: Ein Fall für zwei Gabriele Salvatores (Regisseur) und Diego Abantantuono (Schauspieler)

Darsteller: Diego Abantantuono, Fabrizio Bentivoglio, Cristina Marsillach, Giuseppe Cederna, Gigio Alberti

Nachdem sie sich fast zehn Jahren nicht gesehen haben, entscheidet eine Freundesgruppe, eine Reise zu unternehmen, um ein wegen Drogenbesitz inhaftiertes altes Mitglied ihrer alten Gruppe zu befreien. Sie führt von Italien über Frankreich und Spanien nach Marokko und diese abenteuerliche, vom Rausch der Flucht geprägte Reise erlaubt den Männern, taub gewordene Beziehungen wieder zu entdecken.

matrimonio-allitaliana
16.06.2011, 20:00
MATRIMONIO ALL’ITALIANA (Hochzeit auf Italienisch)
Italien
1963
101 min
Vittorio De Sica
OmU

Hommage an Vittorio De Sica

Darsteller: Sophia Loren, Marcello Mastroianni, Aldo Puglisi, Tecia Scarano, Marilù Tolo, Gianni Ridolfi, Vito Moricone, Generoso Cortini, Enzo Aita

Erneut brillieren Mastroianni und Loren in einer De-Sica-Komödie: Als die Prostituierte Filumena ihren Liebhaber Domenico an eine andere Frau zu verlieren droht, spielt sie ihm eine zum Tod führende Krankheit vor. Ihr letzter Wunsch: Sie will Domenico heiraten. Der willigt ein, schnell ist ein Priester gefunden, der aber nicht nur die Ehe schließt, sondern gleichzeitig eine „Wunderheilung“ vollbringt. Ab sofort hat Domenico nur noch einen Gedanken: Wie kann er sich aus dieser Falle wieder befreien.

leer
27.01.2021, 20:00
Medea (Medea)
Italien/Deutschland/Frankreich
1969
110 min
Pier Paolo Pasolini
OmU

Darsteller: Maria Callas, Massimo GIrotti, Laurent Terzeiff, Giuseppe Gentile, ;argareth Clémenti, Gerard Weiss, Sergio Tramonti, Luigi Barbini, Anna Maria Chio

Pasolinis Absicht ist klar: keinen weiteren Klassiker aus dem Geist humanistischer Verlogenheit zu inszenieren, sondern ein ethnologisches Drama der Kulturkonfrontation.

mediterraneo
07.03.2007, 19:00
Mediterraneo (Mediterraneo)
Italien
1991
99 min
Gabriele Salvatores
OmitU

Darsteller: Diego Abantantuono, Claudio Bigagli, Giuseppe Cederna, Claudio Bisio, Luigi Alberti, Ugo Conti, Memo Dini, Vasco Mirandola, Vana Barba 

Im Frühjahr 1941 besetzt ein achtköpfiger Trupp italienischer Soldaten die kleine abgelegene griechische Insel Syrna. Die Insel scheint zuerst verlassen und karg. Doch dann stellt sich heraus, dass sie von Frauen, Alten und Kindern und einem geistreichen Popen bewohnt wird, da die Männer von den Deutschen deportiert wurden. Schnell vergessen die Soldaten den Krieg und der Krieg die Soldaten. Oscar 1992 für den besten ausländischen Film.

mia-madre
18.05.2017, 20:00
Mia madre (Mia Madre)
Italien/Frankreich/Deutschland
2015
106 min
Nanni Moretti
OmU

Darsteller: Margherita Buy, John Turturro, Giulia Lazzarini, Nanni Moretti, Beatrice Mancini, Stefano Abbati, Anna Bellato, Lorenzo Gioielli

In seinem neusten Film verarbeitet Nanni Moretti den Tod seiner Mutter, indem er die drückende Atmosphäre eines Krankenhauses mit dem Chaos an einem Filmset kontrastiert. Erinnerungen und Träume der Protagonistin (Margherita Buy) ergänzen das Gesamtbild

Die Filmregisseurin Margherita hat sich von ihrem Freund getrennt, ihre Tochter geht langsam eigene Wege und am Set treibt der amerikanische Star alle in den Wahnsinn. Gleichzeitig liegt ihre Mutter ohne Hoffnung auf Gesundung im Krankenhaus. Ihr Bruder kümmert sich fürsorglich um sie, die Schwester ist überfordert.

In dieser Situation begibt sich Margherita auf die Suche nach dem wirklich Wichtigen im Leben.

Moretti gedenkt mit dem Film seiner verstorbenen Mutter, spricht aber auch über die Bedeutung von Kino, über Realität und Fiktion sowie über die Rolle der Arbeit, und deren Wichtigkeit sie für den Einzelnen.

calibro-9
14.12.2005, 21:30
Milano Calibro 9 (Milano Kaliber 9)
Italien
1972
98 min
Fernando di Leo
OmU

Werkschau: Mario Adolf

Darsteller: Gastone Moschin, Barbara Bouchet, Mario Adorf, Frank Wolff, Luigi Pistilli, Ivo Garrani, Philippe Leroy, Lionel Stander

Einer der bedeutensten „Poliziotti“-Filme: Ugo Piazza hat eine dreijährige Haftstrafe beendet. Der „Amerikaner“ glaubt, er habe ihm 300.000 Dollar unterschlagen und setzt den skrupellosen Schläger Rocco Musco (Mario Adorf) auf ihn an. Aber nicht nur er ist hinter dem Geld her... Und so schlägt die Handlung immer wieder unerwartete Kapriolen.Ein modern fotografierter Film mit einer spannenden Filmmusik von Oscar-Preisträger Luis Enríquez Bacalov ("Der Postmann", "Das erste Evangelium Matthäus").Wir zeigen die vollständige Originalfassung. Die deutsche Synchronfassung wurde seinerzeit stark gekürzt.

film-damore
15.08.2013, 20:00
MIMÌ METALLURGICO FERITO NELL'ONORE (MIMI-IN SEINER EHRE GEKRÄNKT)
Italien
1972
115 min
Lina Wertmüller
OmU

Lina Wertmüller zum 85. Geburtstag

Darsteller: Giancarlo Giannini, Mariangela Melato, Turi Ferro, Agostina Belli, Turi Ferro, Luigi Diberti

Weil Mimi bei einer „geheimen“ Wahl links gewählt hat, muss er in den Norden fliehen und findet eine Anstellung bei Fiat. Er verliebt sich in die Kommunistin Fiore, die sich als sehr possessiv erweist. Das wird zum Problem, als er nach Sizilien zurückversetzt wird und seine Ehefrau die „ehelichen Pflichten“ einfordert. Als sie schließlich mit dem Kind eines anderen Mannes schwanger wird, erwarten alle, dass Mimi seine Ehre verteidigt. Das bringt ihn auf eine unkonventionelle Idee. Eine brillante Gesellschaftssatire.

mine-vaganti
20.10.2011, 20:00
MINE VAGANTI (Männer al dente)
Italien
2010
110 min
Ferzan Özpetek
OmU

Darsteller: Riccardo Scamarcio, Nicole Grimaudo, Lunetta Savino, Elena Sofia Ricci, Ennio Fantastichini, Ilaria Occhini, Alessandro Preziosi, Bianca Nappi, Massimiliano Gallo, Daniele Pecci

Im Leben kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Tommaso will sich vorder Familie als schwul bekennen, doch sein älterer Bruder kommt ihm mit fatalen Folgen zuvor: der Vater erleidet einen Herzinfarkt. Auf einmal findeter sich in der Nachfolgerrolle im väterlichen Unternehmen wieder, die ihm garnicht behagt. Zu allem Überfluss wird ihm eine „Partnerin“ zur Seite gestellt und auch Oma ist nicht, was sie zu sein scheint. Es lohnt, diesen aktuellen Film Özpeteks mit dem Film zu vergleichen, der zu seinem internationalen Renommee führte.

mio-fratello-e-figlio-unico
18.02.2016, 20:00
MIO FRATELLO È FIGLIO UNICO (MEIN BRUDER IST EIN EINZELKIND)
Italien/Frankreich
2007
104 min
Daniele Luchetti
OmU

Darsteller: Elio Germano, Riccardo Scamarcio, Angela Finocchiaro, Massimo Popolizio, Alba Rohrwacher, Luca Zingaretti, Anna Bonaiuto, Diane Fleri, Ascanio Celestini, Vittorio Emanuele Propizio

60er/70er-Jahre: Die Geschichte des Erwachsenwerdens des „schwarzen Schafs“ einer Arbeiterfamilie, der seinem links eingestellten Bruder die Freundin auszuspannen versucht und provokant mit den Faschisten liebäugelt. Doch die Bindung zwischen den Brüdern bleibt über die Jahre intakt – bis der Kontakt zu den „Brigade rosse“ einschneidenden Einfluss auf sie gewinnt.

miracolo-a-milano
03.12.2008, 19:00
Miracolo a Milano (Das Wunder von Mailand)
Italien
1951
100 min
Vittorio de Sica
OmitU

Darsteller: Emma Grammatica, Francesco Golisano, Paolo Stoppa, Guglielmo Barnabò, Brunella Bovo

De Sicas auch heute noch anrührende surrealistische Märchen vom guten Totò, der als Waise aufgewachsen im Elendsquartier am Rande Mailands endet. Als man dort Öl findet, werden die Armen vertrieben und ins Land geschickt, wo „Buongiorno voglia davvero dire buongiorno“. Ein Schutzengel und die ihm von seiner Pflegemutter überlassene magische Taube vertreiben die Spekulanten schließlich. Kommunisten kritisierten den Film als „katholisches Trostpflaster“. Andere sahen in ihm das Manifest des gesellschaftlichen Umsturzes. Für Cineasten ist der Film eines der Meisterwerke der Filmgeschichte.

mobbing
05.09.2021, 19:00
Mobbing - Mi piace lavorare
Italien
2007
89 min
Francesca Comencini
OmitU

Die Familie Comencini

Darsteller: Nicoletta Braschi, Camille Dugay Comencini, Marina Buoncristiani, Roberta Celea, Assunta Cestaro, Stefano Colace, Claudia Coli

Was mit kleinen „Unaufmerksamkeiten“ nach der Fusion des Unternehmens, in dem sie arbeitet, beginnt, wird für Anna zu einer Kaskade immer größerer Demütigungen. Darunter leidet auch die Beziehung zur eigenen Tochter, zu der sie nach ihrer Scheidung ein gutes Verhältnis hatte. Dieser Film der sozialkritischen und politisch engagierten Francesca Comencini lief im Panorama der Berlinale und hat bisher keinen deutschen Verleih gefunden. Nutzen Sie die einmalige Gelegenheit, diese bisher weitegehend unbekannte Regisseurin kennen zu lernen.

moerderische-gesellschaften
06.10.2021, 20:00
MÖRDERISCHE GESELLSCHAFTEN - Die Geschichte der Mafia
Germania
2010
2 x 45 min
Bernhard Pfletschinger
OmU

Arte-Vorpremiere in Anwesenheit des Regisseurs und weiteren Gästen

Die eine Mafia gibt es nicht – zu unterschiedliche sind die mafiösen Strukturen der kampanischen „Camorra“, der kalabresischen „`Ndrangheta“, sowie der sizilianischen „Cosa Nostra“ und ihrer jeweiligen Geschichte. Bernd Pfletschinger hat sich auf die Suche nach den Wurzeln und der Entwicklung der einzelnen Organisationen gemacht und zeigt, wie tief deren Organisation in der Geschichte Italiens und ihrer Bevölkerung verankert ist. Doch sind diekriminellen Machenschaften nicht auf Italien begrenzt, sondern internationalisieren sich zunehmend und werden damit zur Bedrohung für die Demokratien der Welt. In diesem Film kommen Historiker, Strafrichter und Angehörige von Opfern mit ihren Einsichten und Erinnerungen zu Wort und versuchen den unaufhaltsame Aufstieg und die fast grenzenlose Macht der Mafien zu erklären. Bernhard Pfletschinger wird seinen Film vorstellen und mit weiteren Gästen mit dem Publikum sprechen. Mit einem Umtrunk im Foyer wird er Abend ausklingen.

napoli-velata
21.02.2019, 20:00
NAPOLI VELATA - DAS GEHEIMNIS VON NEAPEL
Italien
2017
112 min
Ferzan Özpetek
OmU

Darsteller: Giovanna Mezzogiorno, Alessandro Borghi, Anna Bonaiuto, Peppe Barra, Biagio Forestieri, Lina Sastri, Isabella Ferrari, Luisa Ranieri, Maria Pia Calzone, Carmine Recano, Loredana Cannata, Angela Pagano, Maria Luisa Santella

In diesem Film ist keinem Bild zu trauen. Özpetek schafft eine künstliche Welt in der realen und spielt umfangreich mit Genregrenzen. Es entsteht eine reich bebilderte, enigmatische Atmosphäre, die den Zuschauer immer wieder irritiert und das Gesehene in neuem Licht erscheinen lässt. Der Zuschauer wird am Ende mit der Frage aus dem Kinosaal geschickt, was er da wirklich gesehen hat.

Die Gerichtsmedizinerin Adriana, die ihre jugendlichen Jahre hinter sich gelassen hat, wird auf einer eleganten Party von dem jüngeren und attraktiven Andrea angesprochen und verführt. Er schwört ihr Liebe, erscheint am Folgetag jedoch nicht am verabredeten Treffpunkt. Stunden später liegt er hingegen brutal ermordet und mit ausgestochenen Augen auf ihrem Seziertisch.

Als sie ihn später in Neapels Gassen und schließlich sogar in ihrem Garten sieht, zweifelt sie an ihrem Verstand. Währenddessen wird sie von der Polizei verdächtigt, den Mord begangen zu haben und Adriana, von ihren Eindrücken und Erinnerungen verwirrt, verstrickt sich in Widersprüche. Das wird nicht besser, als sich der vermeintlich Tote als Lebender materialisiert. Zwar stellt sich schnell eine Erklärung dafür ein, doch kann man ihr trauen?

nirvana
15.03.2007, 19:00
NIRVANA (Jagd im Cyberspace)
Italien/Frankreich
1997
112 min
Gabriele Salvatores
OmU

Darsteller: Christopher Lambert, Diego Abantantuono, Stefania Rocca, Emmanuelle Seigner, Amanda Sandrelli

"Was mache ich hier, und warum bin ich hier und nicht woanders?“ Diese Frage stellt sich Solo, Protagonist eines Computerspiels, der durch einen Virus Bewusstsein erlangt hat, aber als virtuelle Figur zu Wiederholung immer wieder des gleichen „Lebens“ verdammt ist. So nimmt er Kontakt mit seinem „Schöpfer“ auf und bittet ihn, das Programm zu zerstören. Mit diesem Film lotet Salvatores Grundfragen der realen menschlichen Existenz im modernen Gewand der virtuellen Realität aus. Ein in Deutschland zu Unrecht kaum wahrgenommener Film, der nur noch selten zu sehen ist.

nome-di-donna
16.05.2019, 20:00
NOME DI DONNA (NOME DI DONNA)
Italien
2018
87 min
Marco Tullio Giordana
OmU

Darsteller: Cristiana Capotondi, Anita Kravos, Michela Cescon, Stefano Scandaletti, Bebo Storti, Laura Marinoni, Anita Kravos, Stefania Monaco

Hätte die Produktion des Films nicht vor dem Anfang der “Me-too-Bewegung” begonnen, könnte man meinen, er sei der perfekte Kommentar zum Thema. Kollegiale Freundschaft und Solidarität zählt auf einmal nicht mehr. Alle wissen „Es“, viele machen aus Angst um den Arbeitsplatz, die Karriere oder aus falsch verstandener Sympathie mit und: schweigen.

Nina ist glücklich: in der Lombardei hat sie in einem gepflegten, luxuriösen Pflegeheim eine Stelle bekommen, die es ihr erlaubt, sich privat auch um ihre Tochter zu kümmern. Schnell lebt sie sich in ihre neue Arbeit ein und schließt Freundschaft mit ihren Kolleginnen. Als sie unerwartet zu einem Gespräch nach Dienstschluss zum Leiter der Klinik gebeten wird, weiß sie nicht,was sie davon halten soll. Auf Fragen antworten die Kolleginnen ausweichend und so geht sie, für den Heimweg gekleidet zum Termin. Warum sie nicht in ihrer Dienstkleidung erschienen sei, ist die erst Frage des Leiters und schnell wird deutlich, dass er fetischorientiert sexuelle Ansprüche geltend machen will.

Als Nina versucht, die Kolleginnen anzusprechen und ihnen zu verstehen gibt, dass sie sich den Übergriffen widersetzt hat, wird sie immer mehr isoliert und gemobbt. Auch der Pfarrer, der ihr die Stelle vermittelt hat, meint, nicht weiterhelfen zu können. Der kirchliche Direktor der Einrichtung versucht sie zuerst zu beschwichtigen, geht dann aber immer mehr zu empfindlichen Drohungen über.

Unterstützt wird Nina durch eine soziale Einrichtung, deren Mitglieder zuerst aber auch nichts ausrichten können. Doch dann kann Nina den Kampf aufnehmen.

non-ci-e-stato-regalato-niente
19.11.2015, 20:00
NON CI È STATO REGALATO NIENTE (geschenkt WURDE und NICHTS)
Deutschland
2014
58 min
Eric Esser
OmU

Mit Anita „Laila” Malavasi, Pierina „Iva Bonilauri”, Gina „Sonia” Moncigoli u.a.

Ein Porträt von Anita Malavasi, die 1943 mit 22 Jahren als Partisanin „Leila“ gegen die deutsche Besatzung durch die Nationalsozialisten kämpfte und eine der wenigen weiblichen Kommandanten des italienischen Widerstands war. Sie und zwei Genossinnen erzählen von ihrer Zeit in der Resistenza und deren Bedeutung für eine lebenslange Emanzipation.

leer
14.05.2004, 19:30
Non è giusto (Es ist nicht fair)
Italien
2001
102 min
Antonietta De Lillo
OmU

Darsteller: Maddalena Polistina, Daniel Podromo, Antonio Manzini, Valerio Binasco

Valerio lebt bei seiner Mutter in Stockholm. Die Sommerfe­rien soll er bei seinem chaotischen Vater in Neapel verbringen, der ihm eine Afrikareise versprochen hat. Am Strand lernt er Sofia kennen. Ihre Eltern sind ebenfalls geschieden. Valerio und Sofia tauschen Erfahrungen, Beobachtungen und Hoffnungen aus. Langsam keimen erste Anzeichen erwa­chender Gefühle...

non-essere-cattivo
21.12.2017, 20:00
NON ESSERE CATTIVO (TU NICHTS BÖSES)
Italien
2015
100 min
Claudio Caligari
OmU

Darsteller: Luca Marinelli, Alessandro Borghi, Silvia D'Amico, Roberta Mattei, Valentino Campitelli, Alessandro Bernardini, Danilo Cappanelli, Manuel Rulli, Elisabetta De Vito

Pasolinis “Ragazzi di vita” (Straßenjungen), versetzt in unsere Zeit: Drogen, Sex und Konsum bestimmen ihr Leben mit Müßiggang, Kleinkriminalität und immer wieder ausbrechender eruptiver Gewalt.

Vittorio und Cesare versuchen mit Drogen und Nachtlokalbesuchen die Leere ihres Lebens zu füllen. Finanziert werden die Exzesse durch Drogengeschäfte im kleinen Stil und Überfälle auf Kioske. Als Vittorio sich verliebt, versucht er, einen Weg ins geregelte Leben zu finden. Cesare hingegen verstrickt sich immer mehr in Drogenkonsum und –handel und kommt mit Vittorios Hilfeversuchen nicht zurecht.

Anhand einer kleinen Geschichte entfaltet sich das Bild eines Milieus sozial Marginalisierter, wie es das italienische Kino seit dem Neorealismus selten geschaffen hat. Es werden keine großen filmischen Gesten benötigt, um diese Welt zu etablieren, es reichen die großartig ausgewählten und von Maurizio Calvesi (VIVA LA LIBERTÀ (DIE GROSSE FREIHEIT), MINE VAGANTI (MÄNNER AL DENTE)) beeindruckend fotografierten Originalschauplätze, die für sich selbst sprechen: nicht asphaltierte Straßen vor baufälligen Häusern, verdreckte Sandstrände, die sich freilich jederzeit zu malerischen Meerespanoramen weiten können, ausgebleichte Steinmauern und viele mehr.

non-pensarci
15.09.2011, 20:00
Non pensarci (Nicht daran denken)
Italien
2007
104 min
Gianni Zanasi
OmU

Darsteller: Valerio Mastandrea, Anita Caprioli, Giuseppe Battiston, Teco Celio, Gisella Burinato, Caterina Murino, Paolo Briguglia, Dino Abbrescia

Generationen- und Geschwisterkonflikt, Identitätskrisen undBeziehungsprobleme. Hollywood würde daraus melodramatisches Kapitalschlagen. Zanasi erzählt auf italienische Art mit Augenzwinkern die Geschichte eines leichtlebigen Punk-Musikers, in den in kurzer Zeit alle Familienmitglieder ihre Stütze zu finden hoffen. Der Film ist ein unterhaltsames und sensibel beobachtetes Bild der italienischen Mittelstandsgesellschaft unserer Tage.

novecento
06.07.2011, 18:00
Novecento (1900)
Italien/Frankreich/Deutschland
1976
310 min
Bernardo Bertolucci
OmitU

150 Jahre Italien

Darsteller: Robert De Niro, Gérard Depardieu, Dominique Sanda, Stefania Sandrelli, Laura Betti, Donald Sutherland, Burt Lancaster Berlinghieri, Sterling Hayden, Werner Bruhns, Romolo Valli, Anna Maria Gherardi, Roberto Maccanti, Paolo Pavesi, Alida Valli, Anna Henkel, Stefania Casini, Francesca Bertini, Ellen Schwiers

Zwei am selben Tag zur Jahrhundertwende auf einem Gut geborene Männer sind als Kinder befreundet, werden aber durch historische Umstände und soziale Herkunft auf dem Lebensweg zu Gegnern. Auf diesem Hintergrund entwirft Betrolucci ein fulminantes Bild der politischen und sozialen Entwicklung Italiens von der Jahrhundertwende bis zum Ende des Faschismus. Wir zeigen Teil 1 und 2,unterbrochen von einer kurzen Pause.

nuovomondo
20.02.2014, 20:00
NUOVOMONDO (GOLDEN DOOR)
Italien/Frankreich
2006
118 min
Emanuele Crialese
OmU

Höhepunkte aus 10 Jahren „Italienischer Filmclub“

Darsteller: Charlotte Gainsbourg, Vincenzo Amato, Aurora Quattrocchi, Francesco Casisa, Filippo Pucillo, Federica de Cola, Isabella Ragonese, Vincent Schiavelli, Massimo Laguardia, Filippo Luna, Adrea Prodan, Ernesto Mahierux

Anfang des 20. Jahrhunderts: In Sizilien herrscht bittere Not. Dies verführt den ungebildeten verwitweten Bauern, den Legenden des Traumlandes USA zu folgen und mit seiner Familie auszuwandern. Auf der Reise gesellt sich eine geheimnisvolle elegante Engländerin zu der Gruppe (Charlotte Gainsbourg in einer unvergesslichen Rolle). Nicht nur die Überfahrt, auch die harte Prüfung der Neuankömmlinge auf Ellis Island fordert den Auswanderern viel ab. Dieser intensive und bildgewaltige Film erhielt beim Filmfestival Venedig den Goldenen Löwen.

nuovomondo
15.11.2007, 19:00
NUOVOMONDO (Golden Door)
Italien/Frankreich
2006
118 min
Emanuele Crialese
OmU

Darsteller:  Charlotte Gainsbourg, Vincenzo Amato, Aurora Quattrocchi, Francesco Casisa, Filippo Pucillo, Federica de Cola, Isabella Ragonese, Vincent Schiavelli, Massimo Laguardia, Filippo Luna, Adrea Prodan, Ernesto Mahierux

Anfang des 20. Jahrhunderts: In Sizilien herrscht bittere Not. Dies verführt den ungebildeten verwitweten Bauern, den Legenden des Traumlandes USA zu folgen und mit seiner Familie auszuwandern. Auf der Reise gesellt sich eine geheimnisvolle elegante Engländerin zu der Gruppe (Charlotte Gainsbourg in einer unvergesslichen Rolle). Nicht nur die Überfahrt, auch die harte Prüfung der Neuankömmlinge auf Ellis Island fordert den Auswanderern viel ab. Dieser intensive und bildgewaltige Film erhielt beim Filmfestival Venedig den Goldenen Löwen.

il-guado
18.03.2021, 20:00
OLTRE IL GUADO (ACROSS THE RIVER)
Italien
2013
88 min
Lorenzo Bianchini
OmU

Darsteller: Lidia Zabrieszach, Marco Marchese, Renzo Gariup

Die zur Überwachung von Tieren aufgestellten Kameras führen einen Verhaltensforscher in ein entlegenes Dorf, auf dem ein alter Fluch lastet. Starker Regen verursacht eine Überflutung, die den einzigen Zugang abschneidet... Mit rätselhaften Bildern meldet sich das Horrorgenre aus Italien zurück und präsentiert einen modernen, unter die Haut gehenden Film.

orecchie-5
31.10.2019, 20:00
Orecchie (Ohrensausen)
Italia
2016
90 min
Alessandro Aronadio
OmU

Darsteller: Daniele Parisi, Silvia D'Amico, Rocco Papaleo, Pamela Villoresi, Ivan Franek, Piera Degli Esposti, Milena Vukotic, Paolo Giovannucci, Andrea Purgatori, Massimo Wertmüller, Francesca Antonelli, Niccolò Senni, Masaria Colucci, Silvana Bosi, Sonia Gessner

In Schwarz-Weiss gedreht, behandelt diese Komödie beiläufig existenzielle Fragen in einer Aufeinanderfolge augenzwinkernder, skurriler und absurder Situationen. Eine strenge Fotografie und ein fast akademischer Bildaufbau schaffen dazu eine Ernsthaftigkeit vermittelnde Kontrastfolie.

Er wird morgens mit einem Pfeifen im Ohr wach ... und es den ganzen Film über nicht mehr los. Am Kühlschrank findet Er einen Zettel „Dein Freund Luigi ist tot.“ Wer aber ist dieser Luigi? Das ist der Start in einen tragikomischen Tag mit sadistischen Ärzten, aufdringlichen Nonnen, einem Hip-Hop-Star im abgefahrenen Ambiente, der Frage, wie Er seiner Verlobten ein Lächeln entlocken kann, und der Begegnung mit der Mutter, die mit einem „Performance“-Künstler ihren neuen Frühling durchlebt. Und da ist immer wieder dieser Luigi, an den er sich beim besten Willen nicht erinnern kann.

In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Köln.

Mit der freundlicher Unterstützung des Hotel Orangerie, Düsseldorf.

otto-e-mezzo
03.05.2006, 18:00
Otto e mezzo (Achteinhalb)
Italien/Frankreich
1962
138 min
Federico Fellini
OmitU

Darsteller: Marcello Mastroianni, Claudia Cardinale, Anouk Aimée, Sandra Milo, Barbara Steele, Rossella Falk, Madeleine Lebeau, Guido Alberti, Caterina Boratto, Giuditta Rissone, Annibale Ninchi

Selbstporträt oder Spielen mit und gegen die Erwartungen seines Publikums? Der Film erzählt von einem ausgebrannten Regisseur, der passiv den Vorbereitungen zu seinem nächsten Film zusieht, den er nie drehen wird. Thematisiert Fellini damit seine eigene Schaffenskrise? Wohl kaum, denn der Film sprengt die formalen Konventionen seiner Zeit und gilt als eines von Fellinis Meisterwerken.

logomanzinlogoblackbox