Filmarchiv

Hier finden Sie alle Filme die bisher im italienischen Filmclub gezeigt wurden:

S = deutsch synchronisierte Fassung
OF = italienische Originalfassung
OmU = italienische Originalsprache mit deutschen Untertiteln
OmitU = italienische Originalsprache mit italienischen Untertiteln
OmenU = italienische Originalsprache mit englischen Untertiteln

Sortieren nach:
   
Es werden alle Ergebnisse angezeigt.
17.01.2008, 19:00

EIN DORF IN EUROPA (EIN DORF IN EUROPA)

Deutschland 2007, Dauer: 90 min, Regie: Robert Krieg und Monika Nolte – OmU
PREMIERE in Anwesenheit der Regisseure und Mitarbeiter
(Produktion gefördert durch Filmstiftung NRW)

Ein Dorf nördlich von Rom: Wie in einem Mikrokosmos spiegelt sich hier die Entwicklung Europas. In den 20er Jahren zieht es die Männer in die USA, nach dem Krieg sorgt die Suche der neorealistischen Regisseure nach Statisten für einen kleinen Aufschwung. Heute ist das Dorf eine Schlafstadt Roms, die Landwirtschaft spielt kaum noch eine Rolle. Inzwischen leben hier Menschen aus 20 Nationen, mehrere Hundert als illegale Arbeitskräfte des grauen Arbeitsmarktes.
Der Blick auf Europa als Ganzes verstellt oft die Sicht, was dies für die Menschen „ganz unten“ bedeutet. Dem versucht der Film nachzugehen.

Eine Kooperation mit der Filmwerkstatt Düsseldorf
06.02.2008, 19:00

VESNA VA VELOCE

Italien 1996, Dauer: 92min, Regie: Carlo Mazzacurati– OmitaU
Die tschechoslowakische Vesna kommt mit dem Bus in Triest an und entscheidet in Italien zu bleiben. Ihr Kampf um ein würdiges Leben im „gelobten Land“ endet in der Prostitution. Endlich kann sie sich in der Konsumwelt leisten, was ihr altes Leben nicht ermöglichte. Aber um welchen Preis?
Der Film beleuchtet die Rolle dieser Stadt als „Einfalltor“ der Migration aus dem Osten in der Zeit zwischen dem Fall der Mauer und der Osterweiterung der EU.

Der Film lief in der Reihe Filmort: Trieste
"Triest, die oft „übersehene“ Stadt am Rande Italiens wurde auch von Filmschaffenden wenig beachtet. Wie unberechtigt dies ist, zeigt diese Reihe mit beeindruckenden Filmen, die in Deutschland noch nicht gezeigt wurden und auch in absehbarer Zeit nicht zu sehen seien werden."
21.02.2008, 19:00

IL CAIMANO (DER ITALIENER)

Italien/Frankreich 2006, Dauer: 112 min, Regie: Nanni Moretti – OmU
Die italienische Filmkritik sah in diesem Film Morettis Abrechnung mit Berlusconi. Doch er zeigt mehr: den Zustand des heutigen Italien. Das Prekariat ist in der Mittelschicht angekommen: Der mittelklassige Filmproduzent muss sich irgendwie durchschlagen, die Freunde entfernen sich. Das Apolitische regiert Italien: Der Produzent merkt nicht, dass es sich beim angebotenen Thriller-Drehbuch um die Geschichte Berlusconis handelt und macht sich damit lächerlich. Denn wen interessiert das Thema noch? Verzweifelt kämpft der Produzent um diesen Film, denn er sieht darin seine letzte Chance.
05.03.2008, 19:00

TARTARUGHE SUL DORSO

Italien 2005, Dauer: 92 min, Regie: Stefano Pasetto– OmitaU
Am Anfang steht eine Partie Scrabble. Wie sich bei diesem Spiel aus Buchhstaben Worte bilden, die nie zu ganzen Sätzen werden, entwickelt sich das Verhältnis zweier Außenseiter vor dem Hintergrund eines intim gefilmten Triest jenseits touristischer Pfade. Der aus dem Gefängnis entlassene „Er“ und die als Putzfrau arbeitende Studienabbrecherin „Sie“ begegnen sich immer wieder. Doch bleibt es bei mehr oder weniger intensiven Begegnungen, auch wenn eine tiefere Beziehung möglich scheint

Der Film lief in der Reihe Filmort: Trieste
"Triest, die oft „übersehene“ Stadt am Rande Italiens wurde auch von Filmschaffenden wenig beachtet. Wie unberechtigt dies ist, zeigt diese Reihe mit beeindruckenden Filmen, die in Deutschland noch nicht gezeigt wurden und auch in absehbarer Zeit nicht zu sehen seien werden."
20.03.2008, 19:00

LE CHIAVI DI CASA (DER HAUSSCHLÜSSEL)

Italien/Frankreich/Deutschland 2004, Dauer: 110 min, Regie: Gianni Amelio – OmU
Die Geschichte einer vorsichtigen und problematischen Annäherung. Nach 15 Jahren sieht der Vater seinen behinderten Sohn wieder. Der spastische Teenager muss sich in Berlin einer Operation unterziehen und sein Vater soll ihn begleiten – gerade als dessen Gedanken seiner neuen Familie gelten. So ist das Treffen durch Unsicherheit und Misstrauen auf beiden Seiten geprägt. Ist es beim Vater ein Hinundhergeworfensein zwischen Beschützerinstinkt und dem Versuch der Distanzierung von der Behinderung des Kindes, versucht der Junge durch die neue Situation seine Unabhängigkeit zu vergrößern.
Indem Amelio die Personen seines Films sehr ernst nimmt, ist ihm ein poetischer und sensibler Film gelungen.