Filmarchiv

Hier finden Sie alle Filme die bisher im italienischen Filmclub gezeigt wurden:

S = deutsch synchronisierte Fassung
OF = italienische Originalfassung
OmU = italienische Originalsprache mit deutschen Untertiteln
OmitU = italienische Originalsprache mit italienischen Untertiteln
OmenU = italienische Originalsprache mit englischen Untertiteln

Sortieren nach:
   
Es werden alle Ergebnisse angezeigt.
20.06.2019, 20:00

IL COLORE NASCOSTO DELLE COSE (DIE VERBORGENEN FARBEN DER DINGE)

Italien/Schweiz 2017, Dauer: 116 min, Regie: Silvio Soldini - OmU
Darsteller: Valeria Golino, Adriano Giannini, Arianna Scommegna, Laura Adriani u.a.

Dass man auch blind gut zurechtkommen kann, wenn man sich darauf einrichtet, ist dem erfolgreichen Werbemann Teo befremdlich, ist er doch disorganisiert und bekommt sein Leben nicht in den Griff: trotz schöner Freundin, mit der er zusammenziehen will, luxuriösem Appartment und vielversprechenden Karriereaussichten ist er unzufrieden. Da verspricht das Date mit einer blinden Osteopatin einen neuen Kick.

Emma hingegen hat ihr Leben im Griff und ist nach der Trennung von ihrem Ehemann zu neuen Versuchen bereit. Aber sie weiß auch, was sie will. Das wiederum verunsichert Teo, der von der Welt der Behinderten zunehmend irritiert, aber auch fasziniert wird. Je mehr sich Emma und Teo näher kommen und vertrauter werden, desto mehr gelingt es diesem, eine neue Welt zu entdecken. Doch Emma durchschaut Teos Doppelspiel und Entscheidungsschwäche. Eine gemeinsame Zukunft ist auf einmal infrage gestellt.
Nachdem Silvio Soldini (BROT UND TULPEN) einen Dokumentarfilm über den Alltag von Sehbehinderten gedreht hatte (DIFFERENT EYES, 2014), wollte er seine Erfahrungen unbedingt in eine Spielfilmhandlung einbringen, um das Leben mit einer Behinderung einem breiteren Publikum vertraut zu machen. Valeria Golino ist dabei die perfekte Emma: „„Auch wenn Sie es nicht glauben: Während der Dreharbeiten war ich blind! Ich schwöre es: Ich war blind! Wenn irgendetwas im Weg stand, bin ich davor gelaufen [...]“
19.09.2019, 20:00

TUTTI I SANTI GIORNI (TAGEIN TAGAUS)

Italien 2012, Dauer: 102 min, Regie: Paolo Virzì - OmU
Darsteller: Luca Marinelli, Thony, Micol Azzurro, Claudio Pallitto u.a.

Wenn Lieben einfach nur „sich lieben“ wäre. Aber da gibt es sich nicht erfüllen wollende Kinderwünsche, freundliche Mitmenschen mit wohlmeinenden Ratschlägen, Erfolgsnachfragen der Eltern und eine berufliche Realität mit ihrem Einfluss auf die Beziehung. Helfen in dieser Situation moderne Reproduktionstechniken, wissen namhafte Ärzte wirklich zu raten? Oder erstickt die Liebe unter dieser intensiven Teilnahme?
Guido kommt aus der Toskana, begeistert sich für antike Sprachen sowie frühchristliche Heilige und arbeitet als Nachtportier. Er liebt die Sizilianerin Antonia, Angestellte eines Autoverleihs,die ihrerseits Guido liebt. Gemeinsam verbindet sie die Leidenschaft zur Musik. Sie spielt in einer Bar. Dort haben sie sich kennengelernt und trotz ihres unterschiedlichen Charakters ineinander verliebt.
Beide wünschen sich ein Kind, das aber auf sich warten lässt. Je mehr Zeit vergeht, desto drängender werden die Nachfragen von den Eltern, die gerne Enkel hätten, und Freunden, welche dem Paar den Eintritt in die Schicksalsgemeinschaft eines Lebens mit Kindern wünschen. Da auch die Segnungen der modernen Medizin nicht helfen, gerät die Beziehung unter Druck und es droht ein sich auseinanderleben. Wird es den Beiden gelingen, die Krise zu meistern?
17.10.2019, 20:00

LA GATTA CENERENTOLA (CINDERELLA THE CAT)

Italien 2017, Dauer: 86 min, Regie: Ivan Cappiello, Marino Guarnieri, Alessandro Rak, Dario Sansone - OmU
Stimmen: Massimiliano Gallo, Maria Pia Calzone, Alessandro Gassmann, Renato Carpentieri u.a.

Wer sagt denn, dass Zeichentrickfilme nur etwas für Kinder sind? Auch wenn „Cinderella“ im Titel ein Märchen erwarten lässt: es handelt sich um einen Film, der sich ausschließlich an Erwachsene richtet. In Abwandlung der gleichnamigen Geschichte aus Giambattista Basiles Sammlung „Pentameron“ (1634/36) wird vom Scheitern einer Utopie und deren Untergang in Korruption, Gewalt und mafiösen Strukturen erzählt, aber auch davon, dass es im dunkelsten Geschehen eine Hoffnung gibt, aus der sich ungeahnte Ereignisse entwickeln.
Die Megarida ist ein Schiff (und Schauplatz des Films), das der Vater der jungen Mia als reicher Visionär und Wissenschaftler als Versprechen einer besseren Zukunft errichtet hatte. Seitdem der Vater seine Utopie vor 15 Jahren mit ins Grab nahm, liegt es in der Bucht von Neapel fest. Mia ist seitdem ihrer Stiefmutter ausgeliefert, die mit ihren sechs hinterlistigen Töchtern einen florierenden Drogenhandel unterhält und Mia wie einen Dienstboten behandelt. Doch plötzlich wird Mia für die kriminellen Partner der Stiefmutter wichtig und ihr Schicksal scheint vorgezeichnet. Doch Mia gibt nicht auf und findet auf einmal Verbündete aus der Zeit ihres Vaters.
Diese auf einem Kreuzfahrtschiff im Hafen eines futuristischen Neapels spielende Geschichte, ist in einem comicartigen Zeichenstil erzählt, holographische Erinnerungen Mias werden wie Rückblenden eingesetzt, so dass sich die Erzählebenen der Gegenwart und Vergangenheit durchdringen und gegenseitig kommentieren. Ein in jeder Hinsicht spannender Film und ein Rausch für die Sinne.
31.10.2019, 20:00

ORECCHIE (OHRENSAUSEN)

Italien 2016, Dauer: 90 min, Regie: Alessandro Aronadio - OmU
Darsteller: Daniele Parisi, Silvia D'Amico, Rocco Papaleo u.a.

In Schwarz-Weiss gedreht, behandelt diese Komödie beiläufig existenzielle Fragen in einer Aufeinanderfolge augenzwinkernder, skurriler und absurder Situationen. Eine strenge Fotografie und ein fast akademischer Bildaufbau schaffen dazu eine Ernsthaftigkeit vermittelnde Kontrastfolie.
Er wird morgens mit einem Pfeifen im Ohr wach ... und es den ganzen Film über nicht mehr los. Am Kühlschrank findet Er einen Zettel „Dein Freund Luigi ist tot.“ Wer aber ist dieser Luigi? Das ist der Start in einen tragikomischen Tag mit sadistischen Ärzten, aufdringlichen Nonnen, einem Hip-Hop-Star im abgefahrenen Ambiente, der Frage, wie Er seiner Verlobten ein Lächeln entlocken kann, und der Begegnung mit der Mutter, die mit einem „Performance“-Künstler ihren neuen Frühling durchlebt. Und da ist immer wieder dieser Luigi, an den er sich beim besten Willen nicht erinnern kann.
In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Köln.
Mit freundlicher Unterstützung des Hotels Orangerie, Düsseldorf.
21.11.2019, 20:00

LA RAGAZZA NELLA NEBBIA (DER NEBELMANN)

Italien/Deutschland/Frankreich  2017, Dauer: 97 min, Regie: Donato Carrisi - OmU
Darsteller: Toni Servillo, Alessio Boni, Jean Reno u.a.

Im Krimiland Italien (Gianrico Carofiglio, Andrea Camilleri, Donna Leon, Veit Heinichen u.a) hat sich der Autor Donato Carrisi aufgemacht, seinen Bestseller LA RAGAZZA NELLA NEBBIA zu verfilmen. Herausgekommen ist eine aus Rückblenden und Erinnerungen aufgebaute, weitgehend aber chronologisch erzählte Geschichte, die bis zum Schluss rätselhaft bleibt. Sie spielt virtuos mit den Elementen der äußeren Erscheinung und dem tatsächlichen Inhalt und selbst als die Handlungsfäden schließlich zusammenfinden, alles geklärt scheint, nimmt die Erzählung erneut eine unerwartete Wendung.
Toni Servillo, Alessio Boni, Jean Reno: der Film wartet nicht nur mit namhaften Stars auf, ihm gelingt es auch, die literarische Vorlage in ein visuelles Erlebnis zu verwandeln.
In einem nur durch eine dort endende Straße erreichbaren Bergdorf in den italienischen Alpen ist ein Mädchen verschwunden. Erinnerungen an ein ähnliches Ereignis vor Jahrzehnten werden wach. Alle Hoffnungen liegen auf Agente Vogel, der hingegen selbstherrlich Verdächtige den Medien präsentiert und an seinem Image arbeitet, das durch seinen letzten Fall etwas ramponiert wurde.
Wer ist der Täter – das ist hier nicht die Frage. Vielmehr stehen die möglichen und sich bei Gelegenheit verwirklichenden Abgründe der gezeigten Personen im erzählerischen Blickfeld. Nicht nur wird genretypisch hinter die bürgerliche Fassade geschaut, sondern dem inneren Antrieb des Einzelnen nachgegangen.
<< < 48 49 50 51 52 53 54 > >>